Christoph Peters: Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln
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Wir machen hier nicht irgend etwas Beliebiges – wir formen Gefäße, Dinge, mit denen die Menschen später Tag für Tag umgehen werden. Damit ist eine große Verantwortung verbunden, denn das Leben ist schwer. Es besteht hauptsächlich aus Mühsal und Anstrengung. Wenn einer sich nun hinsetzt, um auszuruhen und einen Tee zu trinken, dann sollten wir dafür sorgen, daß er in dem Moment, wo er den Becher in die Hand nimmt, ein kleines Gefühl der Erleichterung verspürt. Etwas wie eine freudige Überraschung.
[Christoph Peters]
In Christoph Peters’ neuem Roman »Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln« (Luchterhand) geht es um den Bau eines traditionellen japanischen Holzbrennofens für Keramik in einem verschlafenen Kaff an der Ostsee. Mit einem ganzen Tross japanischer Helfer ist Herr Yamashiro im Frühling 1989 an der Ostsee eingetroffen. Und während der Bau langsam voranschreitet, prallen Tag für Tag die unterschiedlichen Temperamente aus zwei gegensätzlichen Weltregionen aufeinander.
Christoph Peters, 1966 in Kalkar geboren, veröffentlichte zuletzt den Roman »Wir in Kahlenbeck« (2012) und »Einschreiben Aufzeichnen« (2013); er liest aus dem Roman »Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln« und spricht mit Thomas Hettche.