Christian Buckard »Café Babylon«
1931 berichtet Herbert Günther im Scherl´s Magazin direkt aus dem Romanischen Café: »Es ist hoch, rauchig, laut und alles andere als gemütlich, aber es hat eine eigenartige Anziehungskraft. Viele hocken täglich hier in ihrer Ecke. Der Malerstammtisch um Max Slevogt und Emil Orlik ist der einzige prominente Berliner Café-Stammtisch. Man liest und dichtet, zeichnet, flirtet, komponiert, raucht, diskutiert und macht Geschäfte. Alles kennt sich, schätzt sich oder hasst sich.« Christian Buckard zeichnet in seinem neuen Buch die Geschichte des Romanischen Cafés nach mit zahlreichen bislang unbekannten Berichten von internationalen Gästen. Ein hervorstechendes Kapitel widmet sich dem früh aufkommenden Antisemitismus, worunter bereits zu Beginn der 1930er Jahre die Bewohner des Romanischen Cafés zu leiden hatten.
Der Autor und Filmemacher Christian Buckard spricht mit der Autorin und Journalistin Shelly Kupferberg über dieses einzigartige – und weltberühmte – Berliner Caféhaus.
Christian Buckard »Café Babylon. Berlin, Romanisches Café, 1913-1933«, C.H. Beck 2026