Charles Lewinsky: Gerron. Roman
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Charles Lewinsky und Andreas Isenschmid
Kurt Gerron, geboren 1897 in Berlin, war in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ein berühmter Schauspieler, Sänger und Regisseur. 1933 floh er vor den Nationalsozialisten nach Paris und von dort über Österreich nach Amsterdam, wo er 1943 verhaftet und ins Lager Westerbork eingeliefert wurde. Ende Februar 1944 wurde er zusammen mit seiner Frau Olga nach Theresienstadt deportiert, wo er im August und September 1944 im Auftrag des Lagerkommandanten Karl Rahm den Film »Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet« drehte. Noch vor der Fertigstellung des Films wurden Kurt Gerron und seine Frau nach Auschwitz deportiert und dort am 30. Oktober 1944 – drei Tage bevor die Vergasungen endgültig eingestellt wurden – ermordet.
Charles Lewinsky erzählt in seinem neuen Roman »Gerron« (Nagel & Kimche) die recherchierte und fiktional angereicherte Lebensgeschichte des Schauspielers, Kabarettisten und Chansonniers. Er liest aus diesem Buch, das für den Schweizer Buchpreis 2011 vorgeschlagen ist. Der Literaturkritiker Andreas Isenschmid stellt Charles Lewinsky vor und spricht mit ihm über diesen Roman.
Bitte beachten Sie auch die Veranstaltung am 13. November.