Brigitte und Gottfried Bermann Fischer im Gespräch

Diese Veranstaltung liegt im Archiv

  • Ausstellungen

Peter Suhrkamps Bereitschaft, bei der 1935/36 vom Propagandaministerium erzwungenen »Arisierung« des S. Fischer Verlags die Verlagsleitung in Berlin zu übernehmen, verhinderte die beabsichtigte Ausplünderung der renommierten Institution durch das Regime und ermöglichte Bermann den Aufbau seines Exilverlags. Da jedoch seine Verlagsrechte nicht freigegeben wurden, geriet auch Hesse in Abhängigkeit vom NS-Regime. Als nach dem Krieg der Versuch einer erneuten Zusammenarbeit zwischen Suhrkamp und Bermann Fischer scheiterte, blieb Hesse 1950 bei Suhrkamps neuem Verlag. Noch in dem 1986 aufgezeichneten Fernsehgespräch hatten die Bermann Fischers ob dieses »Verrats« von Suhrkamp und Hesse keinen Frieden gefunden.