Biographien 2: Anna O, Sozialreformerin

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Mit Marianne Brentzel und Katharina Rutschky

Mit Marianne Brentzel und Katharina Rutschky

Bertha Pappenheim [1859-1936], Gründerin des Jüdischen Frauenbundes und bedeutende Sozialpionierin, war Anna O., jene Patientin, die Sigmund Freud zur Entwicklung der Psychoanalyse inspirierte, und deren Krankheit in den »Studien zur Hysterie« dargestellt ist. Bertha Pappenheim hat später jedoch nie über ihre Krankheit gesprochen. In Wien geboren und aufgewachsen, siedelte sie als erwachsene Frau nach Frankfurt über, wo sie in der jüdischen Gemeinde aus der traditionellen Armenpflege eine professionelle Sozialarbeit entwickelte. Sie kämpfte gegen den Mädchenhandel und für die Rechte der Frauen. Außerdem übersetzte sie bedeutende Schriften aus der jüdischen Literatur.
Die in Dortmund lebende Autorin Marianne Brentzel, Verfasserin u.a. einer Biographie der Hilde Benjamin [»Die Machtfrau«, 1997], hat im Herbst 2002 die Biographie Bertha Pappenheims veröffentlicht. Sie stellt ihr Buch vor und spricht mit der Berliner Autorin und Kritikerin Katharina Rutschky.