Bildungswege und Erziehungsorte in der Gegenwartsliteratur I
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Wo Literatur Lebensgeschichten erzählt, hat sie auch mit den Orten der Erziehung und Bildung zu tun: mit Elternhäusern, Schulen, Heimen, Universitäten, Ausbildungsinstitutionen und Erziehungsanstalten. Sie sind wiederkehrende Schauplätze in literarischen Darstellungen der Erziehung und Bildung: etwa im Schülerdrama, der Internatsgeschichte oder im Bildungsroman.
Erziehungsgeschichten sind wieder aktuell geworden. Die Krise der Bildung, die Bildungsgesellschaft, die neue Erziehung und jüngst auch die kulturelle Bildung sind öffentlich in aller Munde. Was aber macht die Literatur jenseits der Schlagworte sichtbar? Inwiefern verdeutlicht sie, wie der Einzelne diese Institutionen erlebt und sich selbst in diesem Erleben verändert? Was sagt sie über das Funktionieren, das Scheitern und über die Veränderungen unserer Bildungs- und Erziehungsinstitutionen? Wie verhält sie sich s
chließlich zu jener Erwartung, die nicht selten an sie herangetragen wird: daß die Literatur selber bilden solle?
Lesungen und Gespräche mit:
- 14.00–15.00 Bov Bjerg und Christine Kutschbach (ZfL)
- 15.00–16.00 Judith Schalansky und Alexandra Heimes (ZfL)
- 16.30–17.30 Shida Bazyar und Japhet Johnstone (ZfL)
- 17.30 Die Lesung mit Ulla Hahn entfällt leider krankheitsbedingt!
Podiumsdiskussion
- 19.30–20.45
»Bildet Literatur?«
Mit Shida Bazyar und Judith Schalansky sowie Heike Friesel (Goethe Institut) und Michael Kämper-van den Boogaart (HU Berlin)
Moderation: Daniel Weidner und Stefan Willer (beide HU Berlin/ZfL)
Eine Kooperation zwischen dem Zentrum für Literatur- und Kulturfoschung, dem Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität und dem Literaturhaus Berlin.