Bildungswege und Erziehungsorte in der Gegenwartsliteratur II
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Wo Literatur Lebensgeschichten erzählt, hat sie auch mit den Orten der Erziehung und Bildung zu tun: mit Elternhäusern, Schulen, Heimen, Universitäten, Ausbildungsinstitutionen und Erziehungsanstalten. Sie sind wiederkehrende Schauplätze in literarischen Darstellungen der Erziehung und Bildung: etwa im Schülerdrama, der Internatsgeschichte oder im Bildungsroman.
Erziehungsgeschichten sind wieder aktuell geworden. Die Krise der Bildung, die Bildungsgesellschaft, die neue Erziehung und jüngst auch die kulturelle Bildung sind öffentlich in aller Munde. Was aber macht die Literatur jenseits der Schlagworte sichtbar? Inwiefern verdeutlicht sie, wie der Einzelne diese Institutionen erlebt und sich selbst in diesem Erleben verändert? Was sagt sie über das Funktionieren, das Scheitern und über die Veränderungen unserer Bildungs- und Erziehungsinstitutionen? Wie verhält sie sich schließlich zu jener Erwartung, die nicht selten an sie herangetragen wird: daß die Literatur selber bilden solle?
Vortrag und Gespräch
14.00–15.00 »Der Bildungswahn und sein Sinn«
Vortrag von Eva Geulen (HU Berlin/ZfL) und Gespräch mit Ulrike Vedder (HU Berlin)
Lesungen und Gespräche mit:
15.30–16.30 Felicitas Hoppe und Ulrike Vedder (HU Berlin)
16.30–17.30 Angelika Klüssendorf und Christina Pareigis (ZfL)
18.00–19.00 Anne Weber und Daniel Weidner (HU Berlin/ZfL)
19.00–20.00 Gerhard Henschel und Stefan Willer (HU Berlin/ZfL)
Eine Kooperation zwischen dem Zentrum für Literatur- und Kulturfoschung, dem Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität und dem Literaturhaus Berlin.