Bettina Baltschev: Hölle und Paradies

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Amsterdam, Querido und die deutsche Exilliteratur

Im April 1933 verläßt Fritz Landshoff, der bis dahin in Berlin den Gustav Kiepenheuer Verlag geleitet hatte, Deutschland und reist nach Amsterdam, um dort zusammen mit dem Verleger Emanuel Querido, den Querido Verlag für die deutschen Schriftsteller zu gründen, die im nationalsozialistischen Deutschland nicht mehr publizieren konnten: Alfred Döblin, Joseph Roth, Irmgard Keun, Hermann Kesten, Lion Feuchtwanger und viele andere. Ins Exil getrieben und über Europa verstreut, finden die deutschen Schriftsteller in Amsterdam ihr geistiges Zentrum.

Bettina Baltschev, 1973 in Berlin geboren, Autorin und Hörfunkredakteurin, pendelt zwischen ihrem Wohnort Leipzig und ihrer zweiten Heimat Amsterdam. Sie hat das Exilschicksal der Autoren, Bücher und Verleger recherchiert und erzählt davon in ihrem so informativen wie spannend geschriebenen Buch »Hölle und Paradies. Amsterdam, Querido und die deutsche Exilliteratur« (Berenberg Verlag). Sie liest aus diesem Buch; Einführung und Gespräch: Shelly Kupferberg.