Berliner Hölderlin 5
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Mit D.E. Sattler
5. Abend: Der Ister – Griechenland – Mnemosyne
Die letzte Gesangstriade ist weniger groß dimensioniert. Der Ister. Jezt komme, Feuer … ist mythische Erinnerung an die Zukunft: an den ersten abgeschlossenen, aufgegebenen Gesang Am Quell der Donau, an die Chiffre des zurück nach Asien gehenden Stroms. Als Echo des geistigen Wortes, das aus Osten kam. Griechenland. O ihr Stimmen des Geschiks, ihr Wege des Wanderers … reicht jetzt bis an die Grenze Hesperiens: … Hoch / Ziehet, aus London, / Der Wagen des Königs. / Schöne Gärten sparen die Jahrzeit, / Am Canal. Tief aber liegt / Das ebene Weltmeer, glühend. Der Schlußgesang Mnemosyne (gr. Gedächtnis) oder Die Nymphe (gr. Braut). Reif sind, in Feuer getaucht, gekochet / Die Frücht … ist nicht drei-, sondern fünfstrophig und in dieser Gestalt hier erstmals zu hören. Der Übergang von der jetzt dritten zur vierten Strophe lautet in Version II: Schön ist / Der Brauttag, bange sind wir aber / Der Ehre wegen. Furchtbar gehet / Es ungestalt, wenn Eines uns / Zu gierig genommen. Lang ist / Die Zeit, es ereignet sich aber / Das Wahre. // Immer, Liebes! gehet / Die Erd’, und der Himmel hält …
D.E. Sattler spricht und kommentiert an fünf Abenden die hesperischen Gesänge.