Carola Neher (1900 – 1942). Schauspielerin II

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Hotel Lux. Film von Heinrich Breloer

Ausstellung

Hotel Lux. Film
Von Heinrich Breloer, WDR 1993; 104 Min.

Mit dem Moskauer Hotel Lux, dem Gästehaus der Komintern, ist die Vernichtung der vor den Nationalsozialisten geflohenen kommunistischen Kaderelite Europas verortet. Bis April 1938 fielen dem Stalinistischen Terror über 70% der in der UdSSR lebenden KPD-Mitglieder zum Opfer. Gewohnt hat Carola Neher nicht im Lux, doch ihr Schicksal hat sich mit dort entschieden: Wilhelm Pieck, kommissarischer KPD-Vorsitzender, denunzierte ihren Mann Anatol Becker nach dessen Verhaftung als Gestapo-Agenten; schon im Frühjahr 1936 hatte der Regisseur Gustav von Wangenheim verleumderische Meldungen über Becker und Neher dem KPD-Apparat zugeleitet und sie damit ausgeliefert.

»Hotel Lux«, der zweite Teil der beeindruckenden Dokufiktion »Wehner  – die unerzählte Geschichte«  von Heinrich Breloer, führt zurück in die Schreckensjahre der »Säuberungen«. Bei den Filmaufnahmen im Winter 1991 war die Atmosphäre des alten Lux noch überaus präsent. Und es gelang Breloer sogar, bis in die Todeskeller der Lubjanka vorzudringen. An seiner Seite: die legendäre Ruth von Meyenburg, die von 1938 bis 1945 im Lux gelebt hatte und kurz vor ihrem Tod noch einmal dorthin zurückkehrte.

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