Ausstellung Bohumil Hrabal IV
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Bekanntlich steckt in jedem Tschechen ein Švejk … Zur Präzisierung dieses Wissens hat Antonín Brousek (1962 in Prag geboren und im wirklichen Leben Richter in Berlin) in diesem Frühjahr eine gänzlich neue Übersetzung von Hašeks Roman mitsamt instruktiven Kommentaren und einem Nachwort vorgelegt (Reclam) – fast 90 Jahre nach Grete Reiners (1944 als Prager-Deutsche Jüdin in Auschwitz ermordet) erster Übertragung, die auch Max Brod, Erwin Piscator und Brecht nutzten.
Hrabal beschäftigte sich erst intensiver mit den Werken Kafkas und Hašeks, nachdem er schon einige eigene Texte verfaßt hatte. Gleichwohl ginge sein Onkel Pepin unbesehen als Regimentskamerad vom Švejk durch – und bei der Trinkfestigkeit hätte Hrabal selbst mithalten können.
Unterstützt von Frank Arnold, stellen Antonín Brousek und Jaroslav Rudiš (dessen Fahrdienstleiter Alois Nebel auch im Film reüssierte) den »neuen Hašek« vor und sprechen auch darüber, wieviel Hašek in Hrabal und wieviel Hrabal in ihnen selbst steckt.