Auf dem Markt der Experten
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Zwischen Überforderung und Vielfalt
Kaum eine Entscheidung scheint heute möglich, ohne einen Experten konsultiert zu haben. Wir lassen uns von Fitness- und Gesundheitsexperten beraten, von Experten für Altersvorsorge und Versicherungen, von Modeexperten und Ernährungscoaches. In einer höchst komplexen Welt verspricht der Experte Ordnung und Übersicht. Aber haben wir uns auf dem „Markt der Experten“ nicht längst verlaufen? Lassen wir uns nicht entmündigen und zu viele Entscheidungsprozesse abnehmen? Wer definiert Experten, sind diese überhaupt objektiv, wo verlaufen die Grenzen zwischen Expertentum und Lobbyismus und warum ist es trotzdem so wichtig, sich eine eigene Meinung zu bilden?
Der von Studierenden der FU in einem Projektseminar herausgegebene und in der Edition Büchergilde erschienene Band »Auf dem Markt der Experten. Zwischen Überforderung und Vielfalt« versammelt Beiträge von Ulrike Draesner, Harald Martenstein, Wilhelm Schmid u.a. Er ist ein Plädoyer für Eigenverantwortung und Autonomie und ein Appell, die »Expertokratie« kritisch zu hinterfragen.
Drei der Beiträger/innen diskutieren im Literaturhaus das Thema Expertentum, auch im Hinblick auf den Literaturbetrieb.
Podiumsdiskussion mit Sieglinde Geisel (Kulturjournalistin), Armin Himmelrath (Journalist mit Spezialisierung auf Bildungs- und Wissenschaftspolitik), Elisabeth Ruge (Literaturagentin)
Moderation: Ruben Pfizenmaier, Edition Büchergilde