Arthur Schnitzler – Affairen und Affekte 15
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Mit Friedhelm Ptok
Casanova, alleine
Inspiriert von den Memoiren des Casanova, skizziert Schnitzler 1915 den Plan für eine Novelle und das Szenarium eines Lustspiels, das 1920 unter dem Titel »Die Schwestern oder Casanova ins Spa« uraufgeführt wird. Und er beginnt zugleich, seine Autobiographie (deren ausgeführter Teil 1968 unter dem Titel »Jugend in Wien« erscheint) niederzuschreiben: Schnitzler ist 1915 – wie auch der Casanova der Novelle – in »seinem dreiundfünfzigsten Lebensjahre«. Als die Erzählung schließlich von Juli bis September 1918 in der »Neuen Rundschau« veröffentlicht wird, steht mit dem Ende des Weltkriegs der Untergang der Donaumonarchie unmittelbar bevor. Dem Tagebuch vertraut Schnitzler hoffnungsvoll an: »Dichterisch hebt mit der Casanova-Novelle und dem Casanova-Stück vielleicht für mich eine neue Epoche an.« [25.12. 1917]
Friedhelm Ptok liest den ersten Teil von »Casanovas Heimfahrt«.