Arthur Schnitzler – Affairen und Affekte 11

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Film: »Der Weg ins Freie«

Film: »Der Weg ins Freie« (A/BRD 1983; 179 min)

Regie: Karin Brandauer. Buch: Heidi Kouba, K. Brandauer. Nach dem gleichnamigen Roman von A. Schnitzler. Mit Klaus Maria Brandauer, Heinz Ehrenfreund, Krista Posch, Hans Clarin, Ursula Lingen, Mijou Kovacs, Hans Hollmann.

Eine Stunde nach der Geburt seines Sohnes Heinrich am 9.8. 1902 um vier Uhr nachmittags, nahm Schnitzler, der Vierzigjährige, sich zwei Werke, an denen er sporadisch gearbeitet hatte, wieder vor: das Stück »Der einsame Weg« und den Roman »Der Weg ins Freie«. Hatte Hofmannsthal seinen Freund Schnitzler zunächst ermutigt, eine längere Erzählung zu schreiben, so ließ er später Schnitzlers autobiographischen »Schlüsselroman« der Wiener Gesellschaft, der sich auch den Problemen des Judentums stellt, »halb zufällig, halb absichtlich« [Tagebuch Schnitzlers, 30.10. 1909] in der Eisenbahn liegen. Dem Unverständnis vieler Freunde Schnitzlers zum Trotz, fand sich 1908 bei einer Leihbibliothekenumfrage »Der Weg ins Freie« unter den zehn meistgelesenen Büchern.