Arnold Stadler: Rauschzeit
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Arnold Stadler erzählt in seinem neuen Roman »Rauschzeit« die Geschichte von zwei Liebenden, deren große Zeit vorbei ist: Alain und Mausi, beide 40 und seit 15 Jahren verheiratet, sind in der Mitte des Lebens angekommen. Die Liebe scheinen sie hinter sich zu haben – jetzt droht »die vegetarische Zeit«. Als eine gemeinsame enge Freundin stirbt, reißen alte Wunden auf: 1983 haben Alain und Mausi mit ihrer Freiburger Studenten-WG einen Sommer der Liebe und Freiheit an der französischen Atlantikküste verbracht, an dessen Ende alles anders war. Jetzt, mehr als 20 Jahre danach, begegnet Alain in Köln seiner großen Liebe Babette wieder, und Mausi verliebt sich in Berlin in einen blonden Dänen, der sich in der Oper neben sie setzt. Der Rest – und das ist ein erheblicher Teil auch der wird in diesem Roman erzählt.
Arnold Stadler, 1954 in Meßkirch geboren, ist 1999 mit dem Georg Büchner-Preis ausgezeichnet worden und 2009 auf Vorschlag von Péter Esterházy mit dem Kleistpreis. Er liest aus dem soeben bei S. Fischer erschienenen neuen Roman »Rauschzeit«. Einführung und Gespräch: Tilman Krause