»arme denk buehne«: Aus Ingeborg Bachmanns Zauberatlas

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Mit Ingrid L. Ernst und Dagmar Sitte

Mit Ingrid L. Ernst und Dagmar Sitte

Eine Textmontage von Ingrid L. Ernst. Gesprochen und gespielt von Ingrid L. Ernst und Dagmar Sitte.

Im Schreiben von Ingeborg Bachmann verwandeln sich reale Schauplätze zu imaginären Gedächtnisräumen. Ihre Verbindung zu Orten, Ländern und Häusern wird zu utopischen Erinnerungsorten oder zu gewünschten Lebensräumen einer Geographie, die es so nicht gibt. Nach Jahren treten die gesehenen Orte in verwandelter Form wieder auf und werden zu Bildern und Szenen. In einer zweistimmigen und multimedialen Performance in der Manier einer armen denk buehne wird vorgeführt, wie aus den Begegnungen der Dichterin mit der Wirklichkeit und deren Einzeichnung in ihren Zauberatlas neue Raumbilder und Szenen entstehen.

Ingrid L. Ernst hat nach Inszenierungen an Bühnen in Berlin, München, Münster, Hamburg und nach Lehrtätigkeiten im Studienbereich interdisziplinäre Kunst an Hochschulen in Berlin, Kiel und am Bauhaus in Dessau das Fortschreiben und Übersetzen von literarischen Texten in den bühnennahen szenischen Raum zum Schwerpunkt ihrer Arbeiten mit Performance-Kunst ausgebaut.

Dagmar Sitte spielte nach ihrer Schauspielausbildung an der Hochschule der Künste in Berlin am Grips-Theater und in zahlreichen Filmen. Mit Ingrid L. Ernst arbeitet sie seit 1995 zusammen in literarischen Bühnenprojekten u.a. mit Texten der Malerin Marie Bashkirtseff, der Bettine von Arnim, des Philosophen Vilém Flusser und der Marguerite Duras.