Amsterdam. Eine literarische Einladung
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Die niederländische Verlegerin Eva Cossée zeichnet in ihrem literarischen Reiseführer anhand von ausgesuchten literarischen Texten ein Bild vom Venedig des Nordens nach 1945.
Über die Stadt, seit dem Goldenen Zeitalter blühende Handelsmetropole, Stadt der Druckkunst, der Toleranz, der Wasserregulierung und der Künste, Stadt von Rembrandt, Spinoza und Locatelli, gibt es viel zu erzählen, und das haben die holländischen Schriftsteller und Lyriker immer wieder auf beeindruckende Weise getan. Der anregende und zum Flanieren einladende Band enthält beeindruckende Prosatexte und Gedichte über u.a. die leeren Häuser der nicht mehr zurückgekehrten Juden, die mühsamen Nachkriegsjahre, die aus den Kolonien in Übersee zurückkehrenden farbigen Mitbürger; die Zeit der Provos, die so ganz andere Studentenbewegung mit Krakers, Sex & Drugs & Golden Earring, Straßenschlachten an den Grachten nicht nur anläßlich des Abrisses des historischen jüdischen Viertels zugunsten eines Opernhauses.
Zwei namhafte Amsterdamer Autoren, Ariëlla Kornmehl und Jan van Mersbergen bummeln mit Eva Cossée und ihren Lieblingstexten durch die Stadt und ihre abwechslungsreiche Nachkriegsgeschichte, moderiert und mit Stadtansichten und Musik versehen vom Wahl-Amsterdamer Christoph Buchwald.
Literarisch zu Wort kommen neben den Harry Mulisch und Cees Nooteboom u.a.m. A.F.Th. van der Heijden, Margriet de Moor, Annie M.G. Schmidt und viele andere junge Autoren.
Zusammen mit dem Nederlands letterenfonds