»als hätten Traum und Wirklichkeit aufeinander abgefärbt…«
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Mit Béla Balász und Hanno Loewy
Béla Balász [1884-1949], vor allem als Filmkritiker und -theoretiker bekannt, schrieb 1940 im Moskauer Exil »Ich bin ein ungarischer Dichter, der seit zwanzig Jahren deutscher Schriftsteller ist«. Er ist im südungarischen Szeged als Sohn einer deutschsprachigen jüdischen Familie geboren worden, lebte in den zwanziger Jahren in Wien, ging anschließend nach Berlin und emigrierte nach Moskau. Dort begann er 1940 mit der Niederschrift seines autobiographischen Romans »Die Jugend eines Träumers«, der erst nach dem Krieg in Budapest und in Wien erscheinen konnte und nun als erster Band der Ausgewählten literarischen Werke von Hanno Loewy herausgegeben wurde. Diesem Buch der Erinnerung schließt sich als zweiter Band eine Auswahl der Feuilletons 1920-1926 an: »Ein Baedeker der Seele«. Der Herausgeber Hanno Loewy ist Literatur- und Medienwissenschaftler, Ausstellungsmacher und Publizist. Von 1995 bis ins Jahr 2000 war er Gründungsdirektor des Fritz Bauer-Instituts in Frankfurt am Main. Eine Sammlung seiner Feuilletons ist unter dem Titel »Taxi nach Auschwitz« soeben erschienen. Hanno Loewy spricht über Béla Balász und liest aus dessen literarischen Texten.