Alan Pauls: Geschichte des Geldes

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Ein Stahlunternehmer stirbt bei einem Helikopterabsturz, sein randvoll mit Geld gefüllter Aktenkoffer verschwindet ohne jede Spur. Unfall oder Überfall? Im letzten Teil von Alan Pauls Argentinien-Trilogie bedingt Geld alles: Großzügigkeit und Gewalt, Kapitalflucht und Strafe, Traum und Korruption.

Nicht nur in der Öffentlichkeit, in der die wildesten Hypothesen über den Absturz kursieren, auch im Leben des Erzählers dreht sich alles um das Geld. Sein Vater verdient ein Vermögen beim Pokern und ist im Labyrinth der Finanzspekulationen zu Hause wie ein Fisch im Wasser. Seine Mutter hingegen heiratet wieder und verpraßt ihr kleines Erbe für einen aufwendigen Lebensstil und ein Sommerhaus, das den letzten Cent verschlingt. Und der Erzähler muß am Ende immer dafür bezahlen – in jeglicher Hinsicht. Schulden, für die niemand einsteht, undokumentierte Darlehen, absurde Investitionen und geheime Geschäfte. »Geschichte des Geldes« (Klett Cotta Verlag) ist eine intensive und dringliche Betrachtung von menschlichem Verlust und verborgenen Ökonomien.

Alan Pauls, 1959 in Buenos Aires geboren, hat Literatur gelehrt, Drehbücher, Filmkritiken, Essays und sechs Romane geschrieben. Außerdem arbeitet er als Kulturkolumnist für eine große Tageszeitung und moderiert eine Fernsehsendung, er liest aus seinem soeben erschienenen Roman.

Einführung und Gespräch: Carolin Emcke. (Gespräch in englischer Sprache)